19.04.2011

Gewaltprävention: innere Gewalt

Von der kleinen Gehässigkeit bis zur schweren Körperverletzung: Gewalt kennt viele Spielarten. Auszubildende und junge Leute werden Studien zufolge überdurchschnittlich häufig Opfer von Missachtung, Belästigung, Unterdrückung und anderen Formen von Gewalt am Arbeitsplatz.

 
 

Kompetenzen

Fachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • lernen, dass Gewalt in unterschiedlichsten Formen auftreten kann
  • begreifen, dass jegliche Form von Gewalterfahrung schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann
  • machen sich bewusst, dass auch augenscheinlich leichtere Fälle von Gewalt, z. B. Beleidigungen, Grenzen anderer verletzen und ihnen Schaden zufügen können
  • wissen, dass Gewalterfahrungen kein Einzelschicksal sind
  • werden angeregt, Gewalt beziehungsweise Vorstufen von Gewalt offensiv anzugehen und sich für konstruktive Lösungen im Vorfeld von Gewalterfahrungen einzusetzen

Methodenkompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler

  • bewerten Gewaltbeispiele
  • diskutieren kontrovers und lösen gemeinsam in Kleingruppenarbeit Aufgaben
  • stellen ihre Ergebnisse dem Plenum vor
  • präsentieren Arbeitsergebnisse mit Hilfe eines Rollenspiels

Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler

  • fühlen sich in beispielhaften Konfliktsituationen in verschiedene Akteure ein (Perspektivenwechsel) und erarbeiten selbständig Handlungsvorschläge
  • begreifen, dass es viel mit der eigenen Sozialkompetenz und dem eigenen Verhalten zu tun hat, ob das Klima im Arbeitsumfeld gewaltbereit ist oder nicht
 
 

Didaktisch-methodischer Kommentar

Aus Hilflosigkeit und Angst, zum Beispiel auch vor einem schlechten Image, wird psychische und physische Gewalt in Ausbildungsstätten, Betrieben und Verwaltungen oftmals tabuisiert. Präventionsexperten raten jedoch dazu, das Thema "innere Gewalt", das heißt Gewalt durch Kollegen und Ausbilder, möglichst bereits zu Beginn eines neuen Ausbildungsjahres anzusprechen. Das Thema "äußere Gewalt", also Gewalt durch Kunden, Patienten, Klienten etc. ist nicht Gegenstand dieser Unterrichtseinheit.

Auszubildende, die das Thema "Gewalt am Arbeitsplatz" im Kollegenkreis problematisiert haben, und wissen, an wen sie sich bei Bedarf wenden können, sind besser in der Lage, Gewalterfahrungen vorzubeugen oder diese zu stoppen. Bestenfalls kann die Sensibilisierung für Gewalt dazu beitragen, dass aggressives Verhalten überdacht und verändert wird.

    Der komplette didaktisch-methodische Kommentar zum Herunterladen:

     
     
     

    Hintergrundinformationen für die Lehrkraft

    • Was ist Gewalt?
    • Formen von Gewalt
    • Die Folgen von Gewalt
    • Ansatzpunkte für die betriebliche Gewaltprävention
    • Wie lässt sich Gewalt stoppen?

    Die kompletten Hintergrundinformationen zum Herunterladen:

     
     
     

    Lehrmaterialien

    Gewalt ächten - andere achten
    Arbeitsblatt 1: Gewalt: Ja oder Nein?
    Arbeitsblatt 2: Gewalt stoppen
    Schülertext: "Suchen Sie sich Verbündete"
     
    Foliensatz: Schweigen, ducken, wegsehen?
     
     
     

    Mediensammlung

     
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